7. Februar 2012 20:00
7. Februar 2012 20:00
Die Bundeskanzlerin gab sich die Ehre:
Eintracht Hildesheim mit einem „Großen Stern des Sports in Gold“ ausgezeichnet
Spannung lag in der Luft, als in der festlich dekorierten Empfangshalle der DZ-Bank am Brandenburger Tor vor mehr als 600 Vertretern des Sports, Bundes- und Landespolitikern und einem Riesenaufgebot an Presse- und Kameraleuten die Siegerehrung begann. Eintracht Hildesheim hatte sich als niedersächsischer Landessieger für das Bundesfinale im Wettbewerb um den „Großen Stern des Sports in Gold 2011“ qualifiziert. In Berlin mit dabei waren die 17 Gewinner aus den übrigen Bundesländern. Die Siegerehrung nahmen die Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, und Uwe Fröhlich, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken, vor.
Mehrere Vorstandsmitglieder unseres Vereins sowie Gerd Streuber und Ute Sinclair von der Volksbank Hildesheimer Börde waren also zur feierlichen Preisverleihung in die Bundeshauptstadt aufgebrochen. Zufriedene Gesichter am Ende bei Verein und Bank: Eintracht belegte den sechsten Platz. Eintracht-Vorsitzender Rolf Altmann hatte sogar Gelegenheit, auf der Bühne ein paar Worte mit Angela Merkel zu wechseln.
Um was ging (und geht) es in diesem Wettbewerb der deutschen Volksbanken?
Die Verleihung der Sterne des Sports steht seit acht Jahren für die große Vielfalt des Sports und die Bereitschaft der Vereine, in ihren Orten gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. „Diese Verantwortung wird in unseren Vereinen Tag für Tag durch ehrenamtlich tätige Menschen mit großem Engagement gelebt“, sagte DOSB-Chef Thomas Bach. Die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken unterstützen diese Aktion mit ihren Geldpreisen. 2011 beteiligten sich 2500 Sportvereine an dem Wettbewerb, davon 130 aus Niedersachsen.
Angela Merkel zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Angeboten der Vereine: „Neun Millionen Menschen engagieren sich hier ehrenamtlich. Sie tragen wesentlich dazu bei, wichtige soziale Werte zu vermitteln, die unsere Gesellschaft zusammen halten“, sagte sie. Die Kanzlerin schien es sehr zu genießen, zwei Stunden im Kreise von Sportlern zu verbringen, ohne ständig an Sarkozy, Schuldenkrise, Brüssel oder Griechenland denken zu müssen. Mit Dunja Hayali vom ZDF, die durch die Gala führte, lieferte sie sich mit großer Schlagfertigkeit muntere Wortduelle, die die ohnehin schon gute Stimmung im Saal noch steigerten. Auf der Bühne nahmen dann Rolf Altmann und Gerd Streuber aus der Hand der Bundeskanzlerin einen goldenen Stern, eine Urkunde und einen Scheck über 1000 Euro in Empfang.
Im Fokus der Beurteilungskriterien standen im Jahr 2011 soziales Engagement, ganzheitliche Betreuungskonzepte, die gelungene Integration gehandicapter Menschen oder Migrantenkinder nicht nur im Sport, sondern auch im kulturellen Bereich. Die Jury wertete positiv, dass Eintracht Hildesheim auf ein umfangreiches Konzept zur Bewegungsförderung ab den frühesten Kindheitsjahren setzt. Dazu gehören eine Großtagespflegestelle, eine Kinderkrippe, ein Kinderhort und die Beteiligung am Ganztagsschulbetrieb. „Wir verstehen unser Bewegungskonzept als Investition in die Zukunft“, so Altmann, „und das hat die Jury wohl auch so gesehen“. Gerd Streuber, der als Vertreter der Volksbank Hildesheimer Börde den Antrag von Anfang an begleitet hatte, war sich sicher, dass der Verein auf einem guten Wege ist. „Es ist anerkennenswert, welche Angebote Eintracht gerade im Kinderbereich erarbeitet hat. Das ist vorbildlich“, meinte er unmittelbar nach den Glückwünschen und dem Händedruck durch Angela Merkel.
Bericht: Wolf-Gerhard Kind. Fotos der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie ...
- Sterne des Sports - in Gold
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